Die Züchtungsentwicklung beliebter
Gartenpflanzen und ihre Bedeutung als zu erhaltende pflanzengenetische Ressource
Die Pflanzenliebhaber-Gesellschaften haben hier bereits Pionierarbeit geleistet und Wesentliches zur
Erhaltung und Züchtung von Zierpflanzen beigetragen.
An diese alte Tradition des Sammelns und Bewahrens knüpft das Netzwerk Pflanzensammlungen mit der Dokumentation privater Zierpflanzensammlungen an, um einen Beitrag zur Sicherung der genetischen Vielfalt zu leisten. Am Beispiel der Gartenblumen Lilium, Fuchsia und Dahlia und der Ziersträucher Kalmia und Syringa beschäftigen wir uns am 12. September 2013 auf dem Tageseminar in Bad Köstritz mit der Frage, welche Mindeststandards eine Pflanzensammlung haben sollte, damit diese in die Deutsche Genbank Zierpflanzen eingebunden werden kann. Welche Informationen über eine Pflanze sollten zudem bekannt sein, um eine Aussage über die Verwertbarkeit für Züchtungs- und Forschungszwecke zu treffen?
Mit Beiträgen von Vertretern der Pflanzenliebhaber- Gesellschaften, professionellen Züchtern und privaten Hobbyzüchtern werden die historischen und heutigen Sammler- und Züchtungsleistungen aufgezeigt.
Seit dem Mittelalter halten eine Vielzahl beliebter Zierpflanzen, wie die Madonnenlilie oder der Gartenflieder ihren Einzug in unsere Gärten. Ende des 17. Jahrhunderts wird die erste Fuchsie von Charles Plumier entdeckt und nach Europa eingeführt. Anfang des 19. Jahrhundert tritt die Dahlie ihren Siegeszug als Gartenblume in Europa an. Auch die Zierpflanzenzüchter und Pflanzensammler des 20. und 21. Jahrhunderts bereichern das Zierpflanzenangebot mit neuen Errungenschaften.
Dazu zählt der attraktive Berglorbeer (Kalmia) mit einer Vielzahl neuer Sorten, die sich einer immer größer werdenden europaweiten Nachfrage erfreuen. Viele der historischen Arten und Sorten sind heute selten geworden oder in Vergessenheit geraten. Die bereits im Netzwerk Pflanzensammlungen registrierten Sammlungen zeigen einen interessanten Querschnitt durch alle Gartenepochen und geben Zeugnis unserer reichen Zierpflanzenvielfalt. Oft finden sich in privaten Sammlungen historische oder seltene Arten und Sorten, die auf dem globalisierten Markt nicht mehr anzutreffen sind.
In einer abschließenden Informations- und Diskussionsrunde möchten wir zusammen mit Experten der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) auf die Bedeutung einer Unterstützenden Partnerschaft (UP) im Netzwerk Pflanzensammlungen eingehen und über rechtliche Rahmenbedingungen aufklären. Zudem werden wir die Teilnehmer über alle Schritte informieren, die für den Aufbau von Pflanzensammlungen und deren Sicherung als genetische Ressource von Bedeutung sind.
Ansprechpartner:
Bettina de la Chevallerie
Projektleiterin Netzwerk Pflanzensammlungen
Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V.
Claire-Waldoff-Str. 7
D-10117 Berlin
Tel: 030/28 09 34 27 Fax: 030/28 09 34 26
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