Noch können die letzten Staudenpflanzungen zu Anfang des Monats erfolgen. Besonders die sommerblühenden Knollen- und Zwiebelpflanzen kann man im Laufe des Mai in den Boden bringen. Es gibt eine große Auswahl an Sorten und Arten, wie Dahlien, Blumenrohre, Gladiolen, Freesien, Aronstäbe, Ranunkeln, weiße Milchsterne oder Klebschwertel.
Viele von ihnen gibt es im Handel mit fertigem Wurzelballen im Container. Sie wachsen problemlos an, wenn man sie vorher wässert. Weitere Arten sind die Prachtspiere, Taglilie, Phlox, Rudbeckie, Goldrute, Sonnenbraut, Herbstaster, Garten-Chrysantheme oder der Mohn.
Ältere Stauden, die im letzten Jahr nicht ausreichend geblüht haben, sollten jetzt, wenn der Austrieb den Boden durchstoßen hat, in mehrere Stücke zerlegt und neu in gelockertem Boden wieder eingepflanzt werden. Das kann man zum Beispiel bei älteren Funkien durchführen, die zu umfangreich geworden sind. Dann bilden sie kraftvolle Pflanzenorgane aus denen starke Blatthorste kommen. Beim Tränenden Herz ist es so, dass diese Staude nach der Blüte einzieht. Damit sie nicht bei Gartenarbeiten weggehackt wird, muss man sie mit einem Stäbchen markieren. Viele Polsterstauden sind jetzt schon verblüht. Man entfernt die verblühten Stiele und sticht die Stauden am Rand ab, damit sie nicht von Innen heraus verkahlen. Etwa zwei Wochen nach der Blüte kann man alte Polsterstauden auch teilen und neu verpflanzen, da oft das Innere bereits zu stark verkahlt ist. Diese Maßnahme führt man mit einem scharfen Messer aus. Beim tiefwurzelnden Blaukissen ist eine Vermehrung durch Stecklinge erfolgreicher. Bei anderen Stauden, wie bei Tulpen, Kaiserkronen und Frühlingsmargeriten entfernt man grundsätzlich immer die Samenstände, da sonst dort zuviel Energie der Pflanze verbraucht wird, die bei der neuen Blüte fehlen würde. Die grünen Blätter lässt man stehen, da sie von den Stauden benötigt werden.
Klimaexperten warnen vor heißen Jahren. Es gibt einige Stauden, die die Hitze des Sommers blühend überstehen. So zum Beispiel der Portulak, Dickblattgewächse oder die Prachtkerze, sowie Rosmarin oder der Thymian lieben sonnige Tage. Man kann solche Staudensortimente auch beim Gärtner bestellen. Gegen die Hitze hilft auch ein Abstreuen der neu gepflanzten Stauden mit grobem Kies, was man jetzt überall in kleineren Säcken kaufen kann. Der Kies hält die Bodenfeuchte zurück, damit steht den Stauden mehr Feuchte zur Verfügung.
| Deutscher Name | Botanischer Name | Blütezeit |
| Prachtkerze | Gaura lindheimerii | April – Oktober |
| Rosmarin | Rosmarinus officinalis | April- Dezember |
| Fetthenne | Sedum sieboldiiJuli | Juli- Oktober |
| Dickblatt | Crassula cultivata | Juli-Oktober |
| Thymian | Thymus praecox | Mai-Juli |
| Portulak | Portulaca oleracea | April-Oktober |
Jetzt ist auch die Zeit manche Stauden auszusäen. Besonders mit Wildstauden kann man die Gartenanlage aufbessern, da sie sehr vital sind. Empfehlenswerte Wildstauden sind der blaue Eisenhut, der Aronstab, das Maiglöckchen, der Fingerhut, die hohe Schlüsselblume oder die Küchenschelle. Auch Wildstauden brauchen genau wie die Beetstauden ständige Pflege, damit sie sich entwickeln können. Zur Pflege gehören das Hacken, das Entfernen von Unkräutern und das Wässern. Auch der Rückschnitt ist extrem wichtig. Er trägt zur Verjüngung und damit zur Lebensfähigkeit der Stauden bei. Ebenso führt der Rückschnitt zu einer Wiederholung der Blüte. Die Schere kann wichtiger als die Düngung bei Stauden sein.
Werner Ollig
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