Durchatmen, mal Leine lassen, unverfälschte Natur genießen. Das sind Prädikate, mit denen Papenburg die Gäste für eine hohe Lebensqualität begeistert. Die Stadt ist eingebettet in eine weite, flache Landschaft, umsäumt von Flüssen und Kanälen und eine Natur, die mit ihren Mooren, Wäldern, Hügelland und Heide direkt vor der Haustür beginnt.
Nicht nur die bekannte Kreuzfahrtschiffe bauende Meyer Werft mit den jährlich rund 250.000 Gästen im interaktiven Besucherzentrum zählt zu den touristischen Highlights, sondern auch die rund 1 Millionen Quadratmeter mit Glas überdachten Gartenbaubetriebe, die neben Gurken und Tomaten vor allem gut 1 Millionen Töpfe mit Kräutern jährlich vermarkten. Aber auch immer wieder sind die vielen Touristen bei Stadtrundfahrten überrascht über die gepflegten Vorgärten, Kanalböschungen und überall zu findenden Blumenbeete.
Im Stadtpark fand 2014 die niedersächsische Landesgartenschau statt, welcher dadurch eindeutig an Attraktivität gewinnen konnte. Neben zahlreichen Pflanzungen und Beeten befinden sich darin ein Baumerlebnispfad, sowie ein Mehrgenerationenspielplatz. Darüber hinaus ist die gesamte Stadt mit weiteren großen und kleinen grünen Oasen durchzogen, die vor allem von Vereinen und Privatleuten geschaffen wurden.
Besondere Lichtblicke sind außerdem die privaten offenen Gärten von Annie Arns und Ernst Naschke sowie des Heimatvereins Herbrum. Hier werden die Gärten zu Treffpunkten für Alt und Jung, hier wird gemeinsam gepflanzt und gepflegt. Die stadteigene Baumschutzsatzung gibt vor, ob und welche Bäume gefällt werden dürfen.Sind geschützte Bäume darunter muss derjenige, der diese Bäume fällt an anderer Stelle für Ersatz sorgen.
Die städtische Stiftung „Schutz der Umwelt“ sorgt dafür, dass nachhaltig genügend Bäume und Sträucher gepflanzt werden. Hervorzuheben ist dabei die barocke Gartenanlage des Gutes Altenkamp im Stadtteil Aschendorf. Hier werden in Zusammenarbeit mit der oberen Denkmalschutzbehörde besonders hohe Anforderungen an den Garten mit seinen historischen Taxushecken gestellt. Neben den mehrjährigen Bepflanzungen blüht Papenburg insbesondere im Frühling und Sommer richtig auf. Mehr als 110.000 Blumenzwiebeln sorgen im gesamten Stadtgebiet für einen besonderen Anblick. Diese werden von Bürgern und Vereinen gepflanzt.
Papenburg ist als Stadt der Gärtner, Gartenbaubetriebe und der Blumen für seine besonders florale Ausgestaltung bekannt und viele Gäste kommen eigens dafür aus ganz Deutschland nach Papenburg.Dabei werden vor allem die Hauptverkehrsachsen, die Verkehrsinseln, die Parkflächen und die Kanalböschungen bepflanzt. Die städtische Gärtnerei sorgt dafür, dass die Stadt im Frühjahrsflor, Sommer- und im Herbstflor stets blüht.
Höhepunkte dieser saisonalen Bepflanzungen sind die wiederkehrenden Blumenschauen, die nächste im Jahr 2019. Bei dieser besonderen Veranstaltung wird der Hauptkanal noch einmal zusätzlich mit rund 300 großen Blumenkästen, mit Blumenbrücken über den Kanal und im Wasser schwimmenden Seerosen geschmückt. So ist Papenburg für vier Monate das blühende Herz der Region.
Ein Hingucker sind auch die Bepflanzungen rund um das Rathaus. Direkt vor dem Rathaus findet sich zweimal die französische Lilie mit einer Länge von 8 Metern in die Rathausbeete gepflanzt. Dies soll die Verbundenheit Papenburgs mit seiner französischen Partnerstadt Rochefort ausdrücken.So gibt es die in der Region einmalige und in Papenburg gegründete Historisch-Ökologische Bildungsstätten (HÖB), welche Veranstaltungen zum Thema Umwelt, Umweltschutz und Nachhaltigkeit anbietet. Hier findet auch der normale Kindergartenbetrieb mit zwei Gruppen mitten im Wald statt. So erforschen die Jungen und Mädchen auf ganz natürliche Weise ihren eigenen Lebensraum, die Pflanzen und Tiere vor der Haustür. Zahlreiche der fünfzehn Kindergärten, pflegen ihre von den Kindern eingerichteten Blumen- oder Gartenbeete oder die vorhandenen Besonderheiten wie Bienenhäuser, Wassertretanlagen oder kleinere Lehrpfade.
Ebenfalls für junge Kinder ist das Projekt „Junges Gemüse“ des Sozialen Ökohofes gedacht. Die soziale Teilhabeeinrichtung hat sich auf ökologischen Biolandbau spezialisiert und zeigt mit dem Projekt wie Pflanzen wachsen und wie sie ökologisch angebaut werden. Schließlich können die Kinder im Alter von 4 bis 10 Jahren selbst ihre eigenen Gurken und Tomaten pflanzen, ernten und essen. Das rund jeweils anderthalb-stündige Programm wurde bereits mehrfach ausgezeichnet und gefördert, zum Beispiel von der Deutschen Umwelthilfe. Das „Junge Gemüse“ ist als UN-Dekade Projekt anerkannt, da „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ auf dem Sozialen Ökohof anschaulich von ehrenamtlichen Helfern vermittelt wird.
Ein weiteres großes Highlight sind in jedem Jahr die Waldjugendspiele. Dabei streifen jeweils die vierten Klassen aller Papenburger Grundschulen durch den Demonstrationswald und müssen an einem Vormittag verschiedene Aufgaben lösen. So lernen sie den Wald, die Tiere und die Pflanzen darin kennen. Es gibt viele Umweltschutzgruppen in Papenburg wie den Naturschutzbund (NABU), die Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems (BSH), den BUND oder die Baumfreunde. So haben sich in diesen hiesigen Verbänden unter anderem auch eine Fledermausgruppe, Krötenschutzgruppe oder auch eine Avifaunistische Arbeitsgemeinschaft gegründet. Sie beteiligen sich an der Entwicklung neuer Naturschutz- und Wiedervernässungsgebiete.
Auch die Landwirtschaftlichen Ortsvereine, die Hegeringe Papenburg und Aschendorf sowie viele Privatleute engagieren sich direkt im Umweltschutz und der Grünflächenpflege.
Web: www.papenburg.de
Bild: Papenburg Marketing GmbH/Heiner Lohmann
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